Informiert täglich was die Automobilbranche bewegt!

Zulieferer-News: Bridgestone

Donnerstag, 11. April 2019 Kia e-Niro und e-Soul: Korea kann elektrisch

printBericht drucken

Kia e-Soul.  Foto: Auto-Medienportal.Net/KiaKia e-Soul. Foto: Auto-Medienportal.Net/Kia

Zehn Jahre ist es nun her, dass Kia das erste Elektroauto vorgestellt hat. Zunächst war der knuffige Soul noch hauptsächlich konventionell mit einem Verbrenner motorisiert, die elektrische Variante war nur ein Derivat, wenngleich von Anfang an kein schlechtes. Jetzt geht die dritte Generation als Zwei- oder Viertürer an den Start, diesmal gibt es sie ausschließlich als Vollelektriker.

Gleich zwei Versionen bietet Kia an, eine zum Preis von 33 990 Euro für die Stadt und deren Umfeld, beides mühelos mit einer Reichweite von 276 Kilometer zu bereisen. Das zweite Modell kostet 37 790 Euro und ist für die Überlandfahrt gedacht. Es kommt im Messzyklus mit einem leistungsfähigeren Akku 452 Kilometer weit.

 

Den Unterschied macht nicht nur die Kapazität der Batterie aus, auch der Antrieb siedelt in unterschiedlichen Leistungsstufen. 136 PS (100 kW) leistet das Stadtauto, der Langstreckenläufer wird von einer 204 PS (150 kW) starken E-Maschine angetrieben. Die Beschleunigungswerte beeindrucken bei beiden: In 9,9 und 7,9 Sekunden sprinten die e-Soul-Versionen von Null auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit ist auf 155 und 167 km/h begrenzt.

Aber schnelles Fahren steigert den Verbrauch und verringert die Reichweite drastisch. Geschwind sinkt die Anzeige der verbleibenden Kilometerleistung je Akkufüllung, wenn zu arglos mit dem Strompedal umgegangen wird. Um die Zurückhaltung zu unterstützen, bietet der elektrische Kia verschiedene Fahrmodi an. Da gibt es zwar die Einstellung „Sport“ für maximale Fahrdynamik, doch empfehlen sich für alle, die weiterkommen wollen, eher die Programm „Comfort“ oder besser noch „Eco“ und „Eco plus“. Dabei reduziert der e-Soul nicht nur die Empfindlichkeit de Fahrpedals sondern auch die Energieaufnahme von Klimaanlage, Sitzheizung und anderen Verbrauchern an Bord.

Ist der Akku leer, dauert es an einem haushaltsüblichen Anschuss lange 19 oder sogar 31 Stunden, bis er wieder aufgeladen ist. Mit einer Wallbox, einer Wechselstrom-Ladeeinrichtung mit 4,5 kW Leistung sinkt die Dauer auf 9:30 oder 15 Stunden. An kräftigen Schnellladestationen mit 100 kW verringert sich die Standzeit auf 54 Minuten bei beiden Akkus. Die haben Kapazitäten von 39,2 und 64 kWh und bringen 315 beziehungsweise 457 Kilogramm auf die Waage. Über die Lebenserwartung der Akkus muss sich der e-Soul-Fahrer zunächst keine Sorgen machen. Die außergewöhnlich lange und bei Kia obligatorische Garantie von sieben Jahren erstreckt sich auch auf die Batterie.

Wie alle Elektriker gewinnt auch der e-Soul beim Bremsen Energie zurück. Die Intensität lässt sich über Tasten am Lenkrad, die ähnlich wie Schaltwippen bei automatischen Getrieben angeordnet sind, einstellen. Da braucht es bisweilen Gewöhnung und Feingefühl, um das Fahren komfortabel zu gestalten, denn schon wer den Fuß vom Fahrpedal lupft, sorgt für ordentliche Verzögerung. Ebenso ist der Antritt des Antriebstrangs sehr spontan und erzeugt bei den Passagieren Unbehagen, wenn ein besonders ungestümer Fahrer am Lenkrad sitzt.

Im Alltag bewährt sich der 4,19 Meter lange Crossover tadellos. Das Interieur ist modern wenn auch nicht in Premiumqualität gestaltet, auf allen Plätzen herrscht ein gutes Raumangebot. Der variable Kofferraum verkraftet wenigsten 315 Liter, die solide Bodenplatte, unter der das Ladekabel verstaut ist, kann in zwei unterschiedlichen Ebenen eingelegt werden, das Umklappen der Rückbanklehnen steigert das Ladevolumen auf 1339 Liter. Dank der eigens für den e-Soul entwickelten Plattform, die Raum für die üppigen Batterie-Module schafft, muss der Kia hier hinter seinen konventionell angetriebenen Kollegen kaum zurückstehen.

Die Basisausstattung ist umfangreich. 17 Zoll große Leichtmetallräder zählen unter anderem dazu, das TFT-Display im Cockpit LM Räder, Notbrems- und Stauassistent ebenfalls. Außerdem stehen sieben Bicolor-Versionen bereit bei denen das Dach in Kontrastfarben lackiert wird. Das Ambiente-Licht und ein Interieur in Rot, Grün oder Gelb bringen außerdem Farbe ins Spiel.

Die schlechte Nachricht zum Schluss: Wenigstens neun Monate muss warten, wer sich jetzt für einen e-Soul begeistert hat. Und wenn es eine besonders individuelle Version bei Lackierung und Ausstattung werden muss, kann auch ein ganzes Jahr verstreichen, bevor der Elektro-Koreaner in der eigenen Garage steht. (ampnet/mk)

Artikel "Kia e-Niro und e-Soul: Korea kann elektrisch" versenden
« Zurück

Skoda startet mit Superb und CITIGOe in die E Mobilität
ŠKODA präsentierte in der slowakischen Hauptstadt Bratislava...
Hyundai nutzt ab 2020 eine Plattform
Für künftige Modelle wird Hyundai ab kommendem Jahr in Europ...
Opel Corsa-e mit 136 PS und 330 Kilometer Reichweite
Opel wird elektrisch: Erstmals bietet der deutsche Herstelle...
Kompakt und extrem sicher: Lexus UX
Der neue Lexus UX Crossover hat im neusten Euro NCAP Fahrzeu...
Renault Mégane R.S. Trophy-R mit Nürburgring-Rundenrekord
Mit 07’40’’100 pulverisierte Renault auf der legendären Nord...
Audi S6 und S7 TDI-Modelle ab sofort bestellbar
Sportlichkeit trifft Effizienz – die neuen Audi S6 und S7-Mo...
Mercedes-Benz EQC: Elektrische Intelligenz
Der neue Mercedes-Benz EQC (Stromverbrauch kombiniert: 20,8 ...
Volvo holt sich Batterien aus China und Südkorea
Volvo hat mit dem chinesischen Unternehmen CATL und LG Chem ...
Audi A4: noch sportlicher und noch moderner
Der A4 steht für den Kern der Marke – nach vier Jahren Bauze...
Impressum| Kontakt| AGB| Info | Twitter@autotopnews_de| backlink
Rubriken
ordnerspacerTopnews englishspacer
ordnerspacerTopnewsspacer
ordnerspacerAuto-News & Auto-Testsspacer
ordnerspacerHersteller-Newsspacer
ordnerspacerWirtschaft-Newsspacer
ordnerexpspacerZulieferer-Newsspacer
ordnerspacerAutomobil-Messenspacer
ordnerspacerService & Ratgeberspacer
ordnerspacerTechnik & Designspacer
ordnerspacerTuningspacer
ordnerspacerKostenlos inserierenspacer
ordnerspacerMotorsportspacer
ordnerspacerOldtimer & Raritätenspacer
ordnerspacerWomen's Loungespacer
Aktionen
FavoritenZu Favoriten
WeiterempfehlenWeiterempfehlen
KontaktKontakt
Linken Sie zu uns Linken Sie zu uns
Werden Sie MitgliedWerden Sie jetzt Mitglied
RSS 2.0RSS 2.0 (Topnews)
RSS 2.0RSS 2.0 (Bridgestone)
Suche


Member-Bereich
Login:

Ihre Email-Adresse:

Ihr Passwort:



Passwort vergessen?

Forum
forumüber Bridgestone diskutieren