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Mittwoch, 7. Oktober 2009 Car-to-X-Kommunikation beim Audi e-tron

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Audi e-tronAudi e-tron

Die Elektronik-Entwickler von Audi haben beim e-tron nicht nur auf maximale Effizienz und Fahrfreude, sondern auch auf Sicherheit und Verkehrslenkung hingearbeitet. Die Technikstudie integriert als Prototyp ein Informations-verarbeitendes System. Diese Anlagen der kommenden Generation werden eine neue Epoche für die Vernetzung des Straßenverkehrs einläuten, speziell in Regionen und Ländern mit hohem Verkehrsaufkommen. Möglich wird dieser Fortschritt durch die rapide Entwicklung der Rechnerleistung, Software und Kommunikationstechnik.

 

Das Stichwort Car-to-X-Kommunikation meint den direkten Austausch von Informationen im fließenden Verkehr und zum Verkehrsumfeld. Der Buchstabe X ist eine freie Variable – er betrifft andere Fahrzeuge ebenso wie die feste Infrastruktur, beispielsweise Ampelanlagen. Im Gegensatz zu den heutigen Telematiksystemen braucht die Car-to-X-Kommunikation keinen zentralen Dienstleister mehr, um die Informationen rasch und effektiv zu bündeln und zu verarbeiten – die Teilnehmer übernehmen das selbst, indem sie sich spontan miteinander vernetzen.

Das künftige Car-to-X-Netzwerk verlangt in der Realität des Straßenverkehrs einen gewissen zeitlichen Vorlauf. Doch diese Hürde ist zu meistern, denn längst haben sich praktisch alle Fahrzeughersteller in Europa sowie den USA und Japan entschlossen, einen gemeinsamen Standard für Hard- und Software zu entwickeln. Wenn alle Neufahrzeuge mit dieser Technologie ausgerüstet sind, wird zumindest in Ballungsräumen nach kurzer Zeit ein funktionsfähiges Netz automobiler Sender zur Verfügung stehen.

In der Praxis lassen sich mit ihnen viele neue Bereiche erschließen. Nur vier Beispiele sollen illustrieren, welche Möglichkeiten die Car-to-X-Kommunikation bietet.

Beispiel 1 – Effizienz und Reichweite: Zahlreiche externe Faktoren beeinflussen den Energieverbrauch und damit die Reichweite eines jeden Fahrzeugs. Ein intelligentes, mit Car-to-X-Technologie ausgestattetes Fahrzeug weiß über notwendige Verzögerungen oder Beschleunigungen im voraus Bescheid – etwa, indem es Navigationsdaten mit Angaben über den Verkehrsfluss koppelt. Der Zentralrechner kann Fahraktionen, die unnötig Energie verbrauchen, vermeiden oder durch gezielten Bremseinsatz für die Rekuperation der Batterie sorgen.

Beispiel 2 – Sicherheit: Ein Fahrzeug hat sich auf glatter Straße in einer nicht einsehbaren Kurve quer gestellt und kann sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien. Zugleich nähern sich andere Fahrzeuge zügig an. Mit Car-to-X sendet der Havarist einen Warnimpuls aus, der die Gefahrenstelle exakt meldet. In den sich nähernden Fahrzeugen erscheint die entsprechende Warnung auf dem Navigationsmonitor.

Beispiel 3 – Verkehrsfluss: Auf einer Ausfallstraße bewegen sich viele Fahrzeuge zwischen Verkehrsampeln. Immer wieder beschleunigen sie, um dann beim Umschalten der Ampel auf Rot wieder bremsen zu müssen. Mit der Car-to-X-Technologie können sie sich untereinander vernetzen und Informationen von der Ampelsteuerung erhalten; die Fahrer können vorausschauend mit dem Gasfuß umgehen. Gleiches gilt für drohende Staus: Voraus fahrende Autos liefern Daten, aus denen Geschwindigkeitshinweise entstehen, die den Verkehrsfluss spürbar entzerren.

Beispiel 4 – Komfort: Der Fahrer hat als Navigationsziel das Einkaufszentrum eingegeben, in dem jedoch chronischer Parkplatzmangel herrscht. Bei Car-to-X vernetzt sich das mobile System mit der Parkplatzerfassung im Zielgebiet. Wenn die Anlage im Parkhaus einen günstig gelegenen freien Platz signalisiert, kann ihn die Navigation erfassen und gleich seine Reservierung veranlassen.

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