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Dienstag, 13. März 2018 VW baut weltweit die Produktion von Elektroautos aus

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Der Volkswagen Konzern setzt den Wandel zur Elektromobilität mit voller Kraft um: Bis Ende 2022 sollen an 16 Standorten weltweit batterieelektrische Fahrzeuge produziert werden. Das hat Matthias Müller, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, auf der Jahrespressekonferenz des Konzerns in Berlin angekündigt. Aktuell werden im Konzern an drei Standorten E-Fahrzeuge produziert, bereits in zwei Jahren werden dafür neun weitere Werke des Konzerns gerüstet sein. Um für den massiven Ausbau der umweltfreundlichen Elektromobilität die Batteriekapazitäten zu sichern, wurden bereits Partnerschaften mit Batterieherstellern für Europa und für China vereinbart. Die bisher beauftragten Umfänge belaufen sich auf ein Volumen von rund 20 Mrd. Euro. Für Nordamerika steht die Lieferantenentscheidung kurz bevor.

 

Das Geschäftsjahr 2017 hat der Volkswagen Konzern erfolgreich abgeschlossen. Bei fast allen wesentlichen Kennzahlen wurden Rekordwerte erzielt, allen voran bei den ausgelieferten Fahrzeugen: 10,7 Mio. Kunden weltweit – mehr als je zuvor – haben sich im letzten Jahr für ein Modell einer Konzernmarke entschieden. Darin enthalten sind die Verkäufe der chinesischen Joint Ventures, die im Berichtsjahr 2017 (inkl. Hongkong und Importe) 4,2 Mio. Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert haben. Das waren 5,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Auch der Konzernumsatz stieg 2017 auf eine Bestmarke. „Die Umsatzerlöse des Konzerns lagen mit 230,7 Mrd. Euro um 6,2 Prozent über dem Vorjahreswert, damit haben wir einen neuen Rekordwert erzielt", erläuterte Finanzvorstand Frank Witter. Auch das Operative Ergebnis fiel sowohl vor als auch nach Sondereinflüssen so gut aus wie nie zuvor – es betrug vor Sondereinflüssen 17,0 Mrd. Euro, nach Sondereinflüssen 13,8 Mrd. Euro. „Das ist das beste Operative Ergebnis, auch nach Sondereinflüssen, das der Volkswagen Konzern je erreicht hat", so Witter. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus positiven Volumen-, Mix- und Margeneffekten sowie aus verbesserten Produktkosten. Die operative Rendite vor Sondereinflüssen stieg von 6,7 auf7,4 Prozent.

Insgesamt belasteten 2017 Sondereinflüsse aus der Dieselthematik von –3,2 Mrd. Euro das Operative Ergebnis, nach – 6,4 Mrd. Euro im Vorjahr. Diese Belastungen im abgelaufenen Geschäftsjahr beruhten im Wesentlichen auf höheren Aufwendungen für die Rückkauf- bzw. Nachrüstprogramme von 2,0 l und 3,0 l TDI-Fahrzeugen in Nordamerika sowie auf höheren Rechtsrisiken.

Anders als bei den Auslieferungen ist im Umsatz und im Operativen Ergebnis des Konzerns das Geschäft der chinesischen Joint Ventures nicht enthalten, da diese At Equity bilanziert werden. Die Joint Ventures in der Volksrepublik erzielten im Geschäftsjahr 2017 ein anteiliges Operatives Ergebnis von 4,7 Mrd. Euro, nach knapp 5,0 Mrd. Euro im Vorjahr. Zudem wurde mit dem chinesischen Hersteller Anhui Jianghuai Automobile (JAC) ein weiteres Joint Venture vereinbart, das Elektrofahrzeuge entwickeln, produzieren und vertreiben wird. Der Konzern plant außerdem, künftig in China produzierte Fahrzeuge zu exportieren – zunächst auf die Philippinen und später in weitere südostasiatische Märkte.

Das Finanzergebnis 2017 ging gegenüber dem Vorjahr von 0,2 auf 0,1 Mrd. Euro zurück. Das Ergebnis vor Steuern stieg im Berichtsjahr auf 13,9 Mrd. Euro und übertraf den Vorjahreswert um 6,6 Mrd. Euro. Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf 11,6 (5,4) Mrd. Euro. Mit 16,3 (26,2) Prozent war die Steuerquote 2017 deutlich geringer. Grund war die zu Jahresende beschlossene US-Steuerreform, die zu einem einmaligen positiven, nicht liquiditätswirksamen Bewertungseffekt in Höhe von 1,0 Mrd. Euro führte.

Für die Aktionäre der Volkswagen AG wurde ein Ergebnisanteil von 11,4 (5,1) Mrd. Euro erwirtschaftet. Witter: „Vorstand und Aufsichtsrat freuen sich, den Aktionären eine Dividende je Stammaktie von 3,90 Euro und je Vorzugsaktie von 3,96 Euro vorschlagen zu können."

Bei den Forschungs- und Entwicklungskosten standen 2017 neben neuen Modellen die Elektrifizierung des Fahrzeugportfolios, eine effizientere Motorenpalette sowie die Digitalisierung im Mittelpunkt. Die Sachinvestitionen im Konzernbereich Automobile lagen mit 12,6 (12,8) Mrd. Euro auf Niveau des Vorjahres. Die F&E-Quote, der Anteil der gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten an den Umsatzerlösen des Konzernbereichs Automobile, ging auf 6,7 (7,3) Prozent zurück. Die Sachinvestitionsquote konnte ebenfalls deutlich auf 6,4 (6,9) Prozent gesenkt werden. „Wir halten unverändert an unserem Ziel fest, die Sachinvestitionsquote und die F&E-Quote bis 2020 jeweils auf sechs Prozent zu reduzieren", betonte Finanzvorstand Witter in Berlin.

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