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Mittwoch, 13. Juni 2018 Volvo kombiniert seit 65 Jahren

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Werbung für den Volvo Duett (1953).  Foto: Auto-Medienportal.Net/VolvoWerbung für den Volvo Duett (1953). Foto: Auto-Medienportal.Net/Volvo

Kaum eine andere Marke ist so sehr dem Kombi verbunden wie Volvo. 1953 kombinierte der Duett PV445 erstmals die Transporttalente klassischer Nutzfahrzeuge mit der Vielseitigkeit moderner Familienfahrzeuge. Die Modellbezeichnung des Modells mit Platz für bis zu sieben Passagiere war dabei Programm, denn Duett stand für „zwei Fahrzeuge in einem“. Tatsächlich entsprach der vor 65 Jahren vorgstellte Wagen in Frontdesign, Antriebstechnik und Sicherheitstechnik der Limousine PV 444, dem so genannten „Buckel-Volvo“, während die Gestaltung des Kombihecks noch einem Kleintransporter ähnelte und auch dessen Ladevolumen bot.

 

Der Duett war in zwei Varianten verfügbar: Als Transporter – geschlossener Kasten oder verglaster Lieferwagen – sowie als wegweisende Kombilimousine mit bis zu zwei umklappbaren Rücksitzreihen und voll verglasten Seiten. Leichtes Beladen ermöglichten zwei weit öffnende hintere Portaltüren.

Weder der 1962 vorgestellte Volvo Amazon Kombi noch der 1967 präsentierte Kombi Volvo 145 beendeten damals die Karriere des Duett, der schon während der Produktionszeit Kultstatus erreichte. In den Ruhestand geschickt wurde der frühe Familienkombi erst nach 101 333 Einheiten und 16 Jahren Bauzeit, als 1969 neue schwedische Zulassungsbestimmungen in Kraft traten.

Mit dem 240 Kombi brachte die Marke das Auto, das für seine Fans ist er „der Volvo unter den Volvo” ist. Er galt seinrezeit als Referenzfahrzeug für die Sicherheitsforschung und ist bis heute mit rund einer Million verkaufter Einheiten der erfolgreichste Kombi in der Geschichte des Unternehmens. Am 5. Mai 1993 wurde das letzte Exemplar an eine schwedische Besitzerin übergeben.

Entstanden war das erfolgreiche Konzept des 1974 vorgestellten Volvo 240 Kombi als Weiterentwicklung des von Jan Wilsgaard ebenfalls in kantig-klassischen Linien gezeichneten Volvo 145. Revolutionär wirkten allerdings die gewaltig-großen Sicherheitsstoßfänger des Volvo 240, zu deren Entwicklung das Sicherheits-Concept-Car Volvo VESC inspiriert hatte. Auch beim Insassenschutz setzte der 240 zu seiner Zeit Standards, wie die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA bestätigte, die den Volvo im Jahr 1976 zur Referenzbaureihe für ihre Sicherheitsforschung wählte. Benchmark beim Insassenschutz blieb der Volvo 240 über seine ganze Bauzeit, so bezeichnete das amerikanische Versicherungsinstitut IIHS noch 1993 den Volvo 240 als Fahrzeug mit den wenigsten Unfällen mit Todesfolge unter den von 1988 bis 1992 in den USA verkauften Fahrzeugen.

Auch in Sachen Umweltschutz übernahm der 240 eine Vorreiterrolle: 1976 lieferte Volvo die weltweit ersten Kombis mit geregeltem Drei-Wege-Katalysator und Lambdasonde nach Kalifornien.

Für Familien ebenfalls wichtig war natürlich das geradezu riesige Raumangebot des variablen, fast 4,90 Meter messenden Kombis. Wie der Duett blieb der 240 Kombi (auch Volvo 245 = Baureihe 240, fünf Türen) parallel zu seinem Nachfolger (740) in Produktion.

1993 folgte dann der Volvo 850 mit quer eingebauten und bis zu 250 PS (184 kW) starken Fünf-Zylinder-Motoren. Die bis zu 250 km/h flotten Fünftürer zählten damals zu den schnellsten Kombis überhaupt. Ende 1996 debütierte der Volvo 850 AWD Kombi als erster skandinavischer Pkw mit variablem. Der für maximale Raumausnutzung stringent geformte 850 bot ebenfalls neue Sicherheitsmerkmale: Er verfügte über den Seitenaufprallschutz SIPS (integrated side-impact protection system), die automatische Sicherheitsgurthöhenverstellung ARH (Automatic Retractor Height Adjustment) und wurde als weltweit erstes Großserienfahrzeug mit Seitenairbags ausgestattet. In gut drei Jahren entstanden 326 000 Einheiten.

Mit dem neuen V60 schlägt Volvo im Juli das nächste Kombi-Kapitel auf. (ampnet/jri)

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