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Mittwoch, 13. Juni 2018 Opel wird zunehmend elektrisch

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PSA-Plattform EMP2.  Foto: Auto-Medienportal.Net/OpelPSA-Plattform EMP2. Foto: Auto-Medienportal.Net/Opel

In den vergangenen Monaten hat Opel eine beachtliche Entwicklung durchlebt. Aus dem Sorgenkind der deutschen Automobilindustrie ist nach dem Einstieg des französischen PSA-Konzerns (Peugeot Citroën) ein selbstbewusster Teil des Pariser Konzerns geworden. Von Untergangsstimmung ist in Rüsselsheim nicht mehr viel zu spüren. Im Gegenteil. „Opel wird nicht in einem europäischen Konzern verschwinden“, erklärt Entwicklungschef Christian Müller selbstbewusst.

 

Auch deshalb sprechen die Opel-Verantwortlichen nicht von einer Übernahme, sondern vielmehr von einem Zusammenschluss, von dem beide Seiten profitieren. Dank der PSA-Strategie, zwei extrem flexibel ausgelegte Plattformen für die gesamte Modellpalette einzusetzen, sparen die Rüsselsheimer beachtliche Summen bei der Entwicklung neuer Modelle. Erster „Profiteur“ dieser Entwicklung ist der neue Corsa, der im kommenden Jahr auf den Markt kommt und, so Müller, „in Rekordzeit entwickelt wurde“.

„Dank der gemeinsam genutzten zwei Konzernplattformen werden wir bei der Entwicklung jedes neuen Modells im Vergleich zum jeweiligen Vorgänger zwischen 20 und 50 Prozent der Kosten einsparen“, erklärt Opel-Chef Michael Lohscheller die Vorteile aus der gemeinsamen Nutzung. Bisher haben die Rüsselsheimer neun Plattformen für 13 Modelle genutzt. Die beiden PSA-Plattformen sind so ausgelegt, dass sich darauf Modelle aus allen Segmenten vom Kleinwagen bis zum SUV aufbauen lassen. Trotzdem können die vier Konzernmarken ihre typischen Markeneigenschaften problemlos verwirklichen, so dass „ein Opel immer die typische Marken-DNA aufweisen wird“, so Entwicklungschef Müller.

Beide Plattformen können ohne Anpassungen sowohl konventionelle als auch elektrische Antriebe aufnehmen. Dabei ist die kleinere Variante für Modelle wie den Corsa ausgelegt, während die größere Version für die Limousinen, Kombis und SUV der Marke genutzt wird. Auch bei der Elektrifizierung teilen sich die beiden Varianten die Aufgaben, denn Opel wird in den kommenden Jahren zunehmend elektrisch werden und hat sich zu einer genau definierten Arbeitsteilung entschlossen.

Während auf der kleineren Plattform vor allem vollelektrische Modelle entwickelt werden, ist die größere Variante für Plug-in-Hybride ausgelegt. „Wir halten den batterieelektrischen Antrieb in der Stadt für sinnvoll, während die Plug-ins für die größeren Distanzen eingesetzt werden“, erklärt ein Opel-Sprecher die Elektrifizierungsstrategie. Über die Reichweiten schweigen die Rüsselsheimer noch.

Das erste vollelektrische Modell nach dem noch aus General-Motors-Zeiten stammenden Ampera-e wird im Jahr 2020 der Corsa sein. Gleichzeitig wird der Grandland X als Plug-in-Hybrid und Allradantrieb auf den Markt rollen. Außerdem werden in den kommenden Jahren alle Baureihen nach und nach eine elektrische Variante erhalten. „Bis 2024 wird Opel eine voll elektrifizierte europäische Pkw-Marke sein“, erklärt Lohscheller. Von 2020 an werden auch die Nutzfahrzeuge unter Strom gesetzt werden.

Bei den konventionellen Antrieben wird Opel für den PSA-Konzern die nächste Generation eines Vier-Zylinder-Motors entwickeln, der von 2022 an in verschiedenen Leistungsstufen auf den Markt kommen soll. Der Antrieb wird außerdem für den Einsatz von Elektromotoren bei Hybridsystemen optimiert. In Rüsselsheim arbeiten inzwischen 15 Konzern-
Kompetenzzentren, die unter anderem den Markteintritt der PSA-Gruppe in den USA vorbereiten. Auch die Entwicklung leichter Nutzfahrzeuge findet in Rüsselsheim statt, und beim Zukunftsthema Brennstoffzellenantrieb führt Opel die Feder. Wann allerdings der erste Serien-Opel mit Wasserstoffantrieb auf den Markt rollen wird, vermag noch niemand in Rüsselsheim zu sagen. (ampnet/ww)

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