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Dienstag, 18. Dezember 2018 Pro Jahr nur zwei identische Porsche 911

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Porsche 911.  Foto: Auto-Medienportal.Net/PorschePorsche 911. Foto: Auto-Medienportal.Net/Porsche

Bei allem Erfolg von Cayenne und Macan – Porsches wichtigstes Fahrzeug bleibt der 911. Kein anderer Wagen verkörpert die Marke Porsche so wie der 911er. Daran ändert sich auch nichts mit dem Debüt der neuen Version mit der Typnummer 992. Wie seine Vorgänger entsteht er am Stammsitz in Stuttgart-Zuffenhausen, allerdings in einem deutlich erweiterten Werk und auf Basis eines neuen Baukastens. Der Typ 992 steht als erstes Modell auf der MMB-Plattform (modularer Mittelmotor Baukasten), trotz des Motors im Heck.

 

Für den Typ 992 wurde expandiert: 2016 erhöhte Porsche zunächst die Kapazitäten, ehe das Werk Zuffenhausen 2017 unter der Bezeichnung „J1“ erweitert wurde. Heute sind 5500 Mitarbeiter in der Produktion des 992 beschäftigt. Sie stellen einen 911 innerhalb von vier Tagen her. Im Drei-Minuten-Takt laufen die Fahrzeuge durch die Produktion. Dabei gleicht kaum ein 911er einem anderen. „Im Jahr sind maximal zwei 911er absolut identisch von den Ausstattungswünschen“, heißt es aus Porsche-Reihen mit Blick auf das hohe Maß an Individualität.

250 Fahrzeuge entstehen so heute im Werk pro Tag, wobei auch die kommenden 718er Modelle (Cayman und Boxster) im Stammsitz auf Basis der MMB-Plattform gefertigt werden. Die Motoren entstammen ebenfalls der Stuttgarter Produktion: mehr als 550 Aggregate stellt Porsche pro Tag fertig. Der Stahlanteil bei der Karosserie des 992 ist um mehr als die Hälfte gesunken. Waren beim Typ 991 noch 63 Prozent des Aufbaus aus Stahl, so beträgt dessen Anteil am 992 nun 30 Prozent. Dafür setzt Porsche auf einen Multi-Materialmix. So werdem mehr Aluminiumkomponenten denn je eingebaut. Dennoch gibt Porsche am Beispiel des Carrera 4S an, das neue Modell sein fünf Prozent steifer als der Vorgänger.

Mit der erhöhten Konnektivität des Fahrzeugs steigt auch die Komplexität der eingesetzten Elektronik. 80 Steuergeräte samt 75 Kodiercontainern, 400 Steckverbindungen und zwei Kilometer Kabelstränge finden sich im Inneren eines 992 wieder. Sie bilden die technische Grundlage für 11 000 Diagnose- und 17 000 überwachte Funktionen eines Fahrzeugs.

Eines der Kernstücke jedes Automobilwerks der Karosseriebau. Porsche hat ihn neu aufgestellt. In dem vierstöckigen Komplex setzt das Unternehmen im Fertigungsprozess jetzt dort auch 280 Roboter ein, die Mitarbeiter entlasten. Weitere Ausbaustufen des Werks: Die Sattlerei wurde erweitert, was dem erhöhten Individualisierungsgrad des Fahrzeuginterieurs geschuldet ist. Ein fahrerloses Transportsystem für die sogenannte Hochzeit zwischen Fahrzeug und Motor wurde installiert. Ein Förderbandsystem durch Zuffenhausen verbindet die verschiedenen Komplexe in der Mitte des Stuttgarter Stadtteils. Amüsantes Detail am Rande: Der Tunnel für das Förderband ist dank eines extra Schlenkers 911m lang.

„Zuffenhausen ist das Herz von Porsche“, sagt Christian Friedl, Vizepräsident des Werks, zur Bedeutung des Standortes im Stuttgarter Norden. Und dieser Herzschlag wird bald anders klingen: elektrisch: Der in den Startlöchern stehende e-Sportwagen Taycan wird in Zuffenhausen hergestellt werden. Er basiert allerdings noch auf einer eigenen Plattform, obwohl die MMB-Plattform für den Einsatz bei Elektrofahrzeugen ausgerichtet ist und in der gesamten Volkswagen-Konzern zum Einsatz kommen könnte.

Mit der Produktion des Taycan plant Porsche eine Erhöhung der Belegschaft: 2019 sollen 8000 Mitarbeiter beschäftigt sein. Die Produktivität soll bis 2020 auf 440 Fahrzeuge pro Tag steigen. (ampnet/blb)

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