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Oldtimer & Raritäten: Fiat

Mittwoch, 17. April 2019 50 Jahre in 60 Sekunden

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Die Automobilindustrie durchlief in den vergangenen Jahrzehnten eine rasante Entwicklung Die Automobilindustrie durchlief in den vergangenen Jahrzehnten eine rasante Entwicklung

Videos in Ultra-HD-Qualität statt Schwarz-Weiss-Fotos, Video-Telefonie und Apps statt Fax sowie MP3 statt Schallplatten ‒ in den vergangenen 50 Jahren hat sich viel getan! Auch die Automobilindustrie hat sich rasant weiterentwickelt: Wir haben einige Fakten zusammengestellt, die den Fortschritt der letzten fünf Jahrzehnte verdeutlichen.

 

Virtual Reality statt Bleistift und Spitzer
Moderne Design- und Entwicklungszentren sehen inzwischen ganz anders aus als noch in den 1960er- und 1970er-Jahren. Zirkel, Radierer und endlos lange Zeichentische mit Bergen von Entwurfszeichnungen sind längst Geschichte: Heute kommen Tablets, Virtual-Reality-Brillen und schwebende Projektionsflächen zum Einsatz. „Dank Virtual Reality können wir unsere Entwürfe heute zu 90 Prozent validieren, ohne dafür entsprechende Fahrzeugteile anfertigen zu müssen“, erzählt Manel Garcés, der bei SEAT für Visualisierung und digitale Design-Prozesse zuständig ist.

2’400 statt nur fünf Fahrzeuge pro Tag
Als SEAT im Jahr 1950 sein erstes Werk in der Zona Franca in Barcelona eröffnete, wurden hier fünf Fahrzeuge pro Tag produziert. Heute verlassen täglich rund 2’400 Fahrzeuge das Werk in Martorell ‒ in nur drei Minuten rollen hier also so viele Fahrzeuge vom Band, wie früher an einem ganzen Tag gefertigt wurden! Durch diese Entwicklung konnte ganz Spanien motorisiert werden: Kamen in den 1950er-Jahren nämlich nur rund drei Autos auf 1’000 Einwohner, sind es heute schon rund 480.

2’000 Roboter statt mühevoller Handarbeit
Als das SEAT Werk gegründet wurde, waren Roboter weitestgehend noch Science-Fiction. In den 1960er- und 1970er-Jahren wurden die Fahrzeuge beispielsweise noch komplett von Hand lackiert. Heute sorgen 84 Roboter in einer Spritzkabine für ein gleichmässiges Auftragen des Lacks. Ein hochmoderner Scanner prüft in nur 43 Sekunden, ob die frisch lackierte Fahrzeugoberfläche auch ebenmässig ist. Diese fortschrittliche Technologie spiegelt sich auch in den über 2’000 Robotern wider, die in der Metallwerkstatt zum Einsatz kommen ‒ und in den 125 autonomen Robotern in den Montagehallen des Stammwerks in Martorell. Sie alle arbeiten täglich Seite an Seite mit den mehr als 7’000 menschlichen Kollegen.

Biomechanischer Avatar statt Arbeiten bei 40 Grad Hitze
Im Winter Eiseskälte, im Sommer tropische Hitze bei fast 40 Grad und keine Klimaanlage ‒ solche Arbeitsbedingungen mussten die Werksmitarbeiter früher aushalten. Heute kann die Temperatur in den Werkshallen konstant auf einem angenehmen Level gehalten werden. Neuste ergonomische Erkenntnisse helfen, Verletzungen am Arbeitsplatz zu vermeiden. Im CARS Gesundheits- und Rehabilitationszentrum in Martorell werden modernste Virtual-Reality- Technologien eingesetzt, um mithilfe biomechanischer Avatare die Bewegungen von Fliessbandarbeitern zu simulieren. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse fliessen umgehend in die Verbesserung der Ergonomie am Arbeitsplatz ein.

Von Barcelona bis nach Sydney
1965 war das Thema Export für SEAT noch absolutes Neuland. Im Rahmen einer symbolischen Aktion wurden damals mehrere Frachtflugzeuge mit Fahrzeugen beladen und in Kolumbien wieder entladen. Erst 1983 ging es mit dem Export so richtig los, als die Vermarktung des SEAT Ronda in den Niederlanden begann. 2018 wurden 474’300 der in Martorell hergestellten Fahrzeuge von SEAT exportiert. Aneinandergereiht könnte man damit einen Autokonvoi von Barcelona bis nach Sydney bilden.

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