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Mittwoch, 30. November 2005 Service: Keine Winterpause für die Klimaanlage

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Eine Klimaanlage gehört inzwischen für die meisten Neuwagenkäufer zum unverzichtbaren Komfort. Allerdings schalten viele Autofahrer sie nur mit schlechtem Gewissen ein, schliesslich kostet der Betrieb Treibstoff. Was liegt also näher, als die Klimaanlage im Winterhalbjahr am besten auszuschalten - sie nützt ja eh nichts. Das könnte ein Denkfehler sein. Denn die Klimaanlage nützt im Winter sehr wohl, und der regelmässige Betrieb sorgt dafür, dass das System funktionstüchtig bleibt.

 

Der grösste Nutzen einer Air Condition im Winter: Die Anlage entzieht der Luft im Fahrzeug Feuchtigkeit. Das hat den schönen Effekt, dass sich diese nicht mehr an den Scheiben niederschlagen kann. Das sorgt für ungetrübte Rundumsicht, auch bei nasskaltem Wetter, und senkt somit die Unfallgefahr - gerade an trüben Tagen und in der Dämmerung. Wer lieber die Heizung auf höchste Stufe stellt und die Fensterscheiben runterkurbelt, erzielt bei weitem nicht diesen Effekt, da so wieder feuchte Luft ins Fahrzeug gelangt.
Prinzipiell kann die Klimaanlage Schaden nehmen, wenn sie bei zu niedrigen Temperaturen läuft, also unterhalb des so genannten Vereisungspunkts. Allerdings brauchen sich Autofahrer darüber keine Gedanken zu machen, denn die Anlagen sind so gesteuert, dass sie sich spätestens bei Temperaturen um drei Grad Plus selbst abschalten.
Liegen die Aussentemperaturen in dem Bereich, in dem die Anlagen arbeiten, sollte man die Klimaanlage auch einschalten. Wenn schon nicht dauerhaft auf der "Auto"-Position, dann zumindest für zehn Minuten oder eine Viertelstunde. Dadurch wird verhindert, dass sich Lager festsetzen, denn durch den regelmässigen Betrieb werden alle Systemkomponenten ausreichend geschmiert. Dass sich beim Betrieb Kondenswasser bildet (im Sommer nach dem Parken als grosse Pfütze unter dem Auto zu sehen), ist ein gern gesehener Nebeneffekt, denn so werden Verunreinigungen am Verdampfer weggespült. Somit verringert sich auch das Risiko, dass unangenehme Gerüche entstehen. Wer die Klimaanlage kurz vor Fahrtende bei laufendem Gebläse ausschaltet, tut ein weiteres gegen Geruchsbildung, denn dann so reduziert sich die Restfeuchte am Verdampfer.
Generell sollte bei jeder Inspektion geprüft werden, ob das ganze System noch für ausreichende Kühlleistung sorgt. Bringt die Anlage nämlich nur noch einen Teil ihrer Leistung, ist eine so grosse Menge an Kühlmittel aus dem System entwichen, dass über kurz oder lang Folgeschäden drohen. Nach Schätzungen von Auto-Reporter verliert eine Klimaanlage rund acht bis zehn Prozent des Kühlmittels pro Jahr. Spätestens nach vier Jahren sollte die Anlage deshalb gewartet werden, wenn die Kühlleistung sinkt oder unangenehme Gerüche aus den Lüftungsgittern in den Innenraum strömen auch schon vorher.
Eine Punkt, den viele Autofahrer bei der Regelung der Klimaanlage machen: Sie stellen die Temperatur zu kalt ein. Im Winter ist das zwar weniger ein Problem, sondern an heissen Sommertagen - Sommer wie Winter sollte die gewählte Temperatur im Wohlfühlbereich zwischen 20 und 22 Grad liegen. Der Luftstrom sollte zudem nicht direkt auf den Körper gerichtet werden, sonst drohen Erkältungen.

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