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Montag, 14. Januar 2019 Deutsche Autoindustrie schafft Jobs in den USA

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Die USA sind für die deutsche Automobilindustrie nicht nur als Absatzmarkt, sondern auch als Produktionsstandort bedeutend. Zusätzlich zu den vier großen Werken der deutschen Hersteller betreiben dort deutsche Zulieferer knapp 330 Produktionsstätten. Mit insgesamt rund 118 000 Beschäftigten seien die Unternehmen ein wichtiger Arbeitgeber im Land, unterstrich Klaus Bräunig, Geschäftsführer des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), auf der heute beginnenden North American International Auto Show (–27.1.2019) in Detroit. Im vergangenen Jahr seien rund 8000 neue Jobs geschaffen worden.

 

Die deutschen Hersteller haben Ihre US-Produktion in den vergangenen Jahren deutlich erhöht. Die USA sind der drittgrößte Auslandsstandort der deutschen Pkw-Hersteller. Während sich die gesamte US-Light-Vehicle-Produktion seit 2009 verdoppelt hat, haben die deutschen Hersteller ihre Produktion fast vervierfacht. 2018 liefen in den USA rund 750.000 Pkw deutscher Marken vom Band. Diese Fahrzeuge sind nicht nur für den heimischen Markt vorgesehen. Bräunig sagte: „Die USA sind ein wichtiger Export-Hub. Unsere Hersteller haben 56 Prozent der in den Vereinigten Staaten hergestellten Fahrzeuge exportiert. 44 Prozent wurden in den USA selbst verkauft.

Im vergangenen Jahr haben die deutschen Konzerne etwa 750 000 Autos in ihren US-Werken produziert, die zum Teil auch ausgeführt wurden. Dem stand der Export von 470 000 Neuwagen aus Deutschland gegenüber. Mit insgesamt rund 1,34 Millionen Einheiten betrug der Marktanteil deutscher Pkw-Marken knapp acht Prozent, sagte Bräunig.

Die jüngsten Entwicklungen zeigten erneut, dass die Automobilindustrie und ihre Arbeitsplätze besonders stark von freiem und fairem Handel abhängen. Der VDA „sehr besorgt darüber, welche Richtung in der US-Handelspolitik seit 2017 eingeschlagen wurde“. Dabei dürfe man auch nicht vergessen, dass die EU und die USA zusammen rund die Hälfte des Welthandels ausmachten. „Als Partner, nicht Gegner, können wir den globalen Handel prägen”, betonte der VDA-Geschäftsführer.

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China wirke sich ebenfalls auf die deutschen Hersteller in Amerika aus. 2017 seien rund 150 000 deutsche Fahrzeuge aus US-Produktion nach China exportiert worden, 2018 seien es nur noch 95 000 Autos gewesen.

Volkswagen stellt in Detroit den neuen Passat für Nordamerika vor. Das in Chattanooga, Tennessee, seit 2011 gefertigte Modell wurde grundlegend überarbeitet und bietet eine Reihe neuer Fahrerassistenzsysteme. Mahle zeigt das 48-Volt-Fahrzeugkonzept Meet für den urbanen Verkehr. ZF stellt seinen Aufritt auf der NAIAS unter das Motto „Shaping Next Generation Mobility“ und zeigt Technologien für automatisierte Fahrzeuge und Elektroantriebe. Bosch präsentiert ebenfalls Lösungen für vernetzte Fahrzeuge und Elektromobilität. Schaeffler stellt unter anderem eine neue Getriebeanwendung für Mildhybridisierung (MHT) vor und zeigt das so genannte „Space Drive“-Konzept. Die Steuerung eines Fahrzeugs erfolgt damit nicht mehr mechanisch, sondern innerhalb von Nanosekunden über Kabel durch elektronische Impulse. (ampnet/jri)

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