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Mittwoch, 6. Februar 2019 Europas Automarkt so stark wie seit 2007 nicht mehr

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Die europaweiten Pkw-Zulassungen im Jahr 2018.  Foto: Auto-Medienportal.Net/Jato DynamicsDie europaweiten Pkw-Zulassungen im Jahr 2018. Foto: Auto-Medienportal.Net/Jato Dynamics

Der europäische Automobilmarkt zeigte sich 2018 stabil. Nach Angaben des internationalen Marktbeobachters Jato Dynamics in Schwalbach wurden 15,6 Millionen Fahrzeuge zugelassen. Das waren zwar nur 346 Autos mehr als 2017, aber das beste Ergebnis seit 2007, als 16,02 Millionen Einheiten verkauft wurden. Die guten Verkaufszahlen im zweiten (plus 4,8 Prozent) und dritten Quartal (+1,1 %) konnten den starken Rückgang im vierten Quartal (-7,5 %) mit dem geringsten Absatz seit 2014 kompensieren.

Die Folgen der WLTP-Einführung und die geringe Verfügbarkeit zahlreicher wichtiger Modellversionen haben die Zulassungen im vierten Quartal beeinträchtigt, sagen die Jato-Analysten. „Das ist nicht verwunderlich, denn bis Ende November waren erst weniger als zwei von drei in Europa angebotenen Versionen homologiert.

 

Weltweit war Europa nach China und den USA der drittgrößte Automarkt der Welt, Absatzrückgänge in Großbritannien, Italien und Schweden wurden durch gute Ergebnisse in Spanien, Polen und in den Niederlanden ausgeglichen. Polen, die Slowakei, Luxemburg und Litauen verzeichneten Rekordzulassungen, während es für Spanien und Estland das erfolgreichste Jahr seit 2007 und für Rumänien, Ungarn, Kroatien und Lettland seit 2008 war. Für die Schweiz war es dagegen das schlechteste Zulassungsjahr seit 2010, für Großbritannien seit 2013 und für Norwegen seit 2014.

Dieselfahrzeuge erzielten den geringsten Marktanteil seit 2001; die Nachfrage ging in 20 der 27 von JATO analysierten Märkte zweistellig zurück. Die stärksten Einbußen verzeichneten Großbritannien (-30 %) sowie Skandinavien und die Benelux-Länder (jeweils -22 %). Die Mehrheit (57 Prozent) der 2018 zugelassenen Fahrzeuge waren Benziner. Das bedeutete eine Steigerung des Marktanteils um sieben Prozentpunkte seit 2017 und um zwölf Prozentpunkte innerhalb von zehn Jahren. Dieselfahrzeuge kamen nur auf 36 Prozent aller Zulassungen, da der Marktanteil seit 2017 um acht Prozentpunkte und seit 2011 – dem besten Dieseljahr – um 19 Prozentpunkte zurückging. Fast eine Million mehr Kunden als 2017 entschieden sich 2018 für ein Benzinerfahrzeug, und auch Fahrzeuge mit alternativen Antrieben profitierten mit fast 200 000 mehr Zulassungen als 2017. Sie verzeichneten im Jahr 2018 mit 944 800 verkauften Einheiten und einem Marktanteil von 6,1 Prozent ihr bisher bestes Ergebnis. Vor zehn Jahren lagen sie noch bei 0,5 Prozent.

Den größten Teil des Wachstums erzielten reine Elektrofahrzeuge (EV), die damit die Plug-in-Hybridfahrzeuge ablösten, weil der Absatz um 47 Prozent von 132 800 (2017) auf 195 300 Einheiten anstieg. Norwegen war mit einem Marktanteil von 31 Prozent der größte Markt für Elektrofahrzeuge, während die Niederlande Großbritannien überholte und nach Deutschland und Frankreich zum viertgrößten EV-Markt aufstieg.

Trotz eines langsameren Wachstums als in den Vorjahren setzte sich der Trend weg von traditionellen Autos hin zu SUV fort. Im vergangenen Jahr wurden in Europa mehr als 5,4 Millionen Sport Utility Vehicles zugelassen. Das waren 19 Prozent mehr als 2017, der Marktanteil nahm von 29,2 auf 34,6 Prozent zu. Die Nachfrage nach SUV stieg zwischen 2016 und 2017 um 20 Prozent, zwischen 2015 und 2016 um 21 Prozent und zwischen 2014 und 2015 um 24 Prozent. Sie hat sich damit in den letzten vier Jahren mehr als verdoppelt. Im Gegensatz zu anderen Markttrends, die oft nur kurz andauern, ist der SUV-Boom stabil und langlebig.

Für den größten Teil des Wachstums waren kleine SUV verantwortlich, deren Absatz um 29 Prozent auf zwei Millionen Fahrzeuge zulegte. Kompakt-SUV waren mit 2,3 Millionen Zulassungen weiterhin die beliebtesten des gesamten Segments – ein Plus von 17 Prozent. Multi Purpose Vehicles (MPV = Mehrzweckfahrzeuge/Mini-Vans) bekamen erneut die Auswirkungen des Booms zu spüren, die Zulassungen gingen um satte 27 Prozent auf nur noch 891 000 verkaufte Einheiten zurück. Das war das schlechteste Ergebnis für dieses Segment, seitdem es Mitte der 1990er Jahre populär wurde. Auch Mittelklassemodelle waren vom Erfolg der SUV betroffen, sowohl Premium- als auch Volumenmodelle mussten zweistellige Einbußen hinnehmen.

Im Ranking der Autohersteller gab es kaum Veränderungen. Während der Volkswagen-Konzern mit 3,72 Millionen Zulassungen und einem stabilen Marktanteil von 23,8 Prozent seine Spitzenposition behaupten konnte, belegten PSA und Renault-Nissan erneut die Plätze zwei und drei. Die BMW Group stieg zum viertgrößten Hersteller in Europa auf, während Hyundai und Kia mit einem Plus von 5,2 Prozent auf 1,03 Millionen Zulassungen den größten Marktanteil hinzugewann und damit Hersteller wie Ford (- 3,3 %), Fiat Chrysler (-2,4 %) und Daimler (-2,8 %) überholte. (ampnet/jri)

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