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Dienstag, 23. Februar 2010 Chevrolet Spark: Ein neuer Stadtgänger

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Der Spark löst den erfolgreichen Matiz auf dem deutschen Markt ab. Foto: Chevrolet/auto-reporter.net Der Spark löst den erfolgreichen Matiz auf dem deutschen Markt ab. Foto: Chevrolet/auto-reporter.net

Chevrolet will mit dem Spark an den Erfolg seines Vorgängers Matiz nahtlos anschließen. Hintergrund: Im vergangenen Jahr machte der Matiz rund 57 Prozent der gesamten Verkäufe der Marke auf dem deutschen Markt aus. Chevrolet ist seit fünf Jahren in Deutschland am Start und konnte jedes Jahr seinen Absatz leicht steigern. In 2009, dem Jahr der „Abwrackprämie“, verbuchte Chevrolet knapp 32.000 Verkäufe. Auch in Zukunft wird der Kleinwagen ein wichtiges Modell der US-Marke bleiben. Hier ist ganz klar: Der Spark ist in der Stadt zu Hause. Mit seinen Maßen 3,64 Meter lang und 1,60 Meter breit sowie einem Wendekreis von knapp zehn Metern ist der Spark gerade wegen seines Handlings ein angenehmer Begleiter im engen Stadtverkehr – und mit einem Einstiegspreis von 8.990 Euro noch ein preiswerter dazu.

 

Chevrolet bietet den Spark wahlweise mit einem 1,0-Liter- oder 1,2-Liter-Vierzylinder mit Vierventil-Technik und zwei oben liegenden Nockenwellen an. Das kleinere Triebwerk leistet 68 PS (50 kW), ist 154 km/h schnell und verbraucht 5,1 Liter auf 100 km ( CO2 Ausstoß 119 g/km). Wir meinen für die Kurzstrecke und den Stadtverkehr völlig ausreichend und als „LS“ zu einem Preis von 10.890 Euro ordentlich ausgestattet. Hier gibt es eine Klimaanlage ebenso wie eine Zentralverriegelung und ein CD-Radio. Wer 82 PS (60 kW) bevorzugt, der muss für den Spark 1.2 mindestens 11. 690 Euro anlegen. Hier wird der Verbrauch des Kleinwagens ebenso mit 5,1 Liter auf 100 km angegeben, ist aber 164 km/h schnell. Beide Motorisierungen sind an ein manuelles Fünfganggetriebe gekoppelt, das sich im Testwagen nicht immer sauber bedienen ließ – allerdings fuhren wir laut Papiere noch ein Erprobungsfahrzeug.

Der Spark ist pfiffig gezeichnet, von der Seite betrachtet verschwinden die Griffe der hinteren Türen, so wirkt der Spark wie ein sportlicher Zweitürer, aber mit dem Komfort eines Viertürers. Ecken und Kanten prägen nicht nur die Karosserie, auch der Instrumententräger ist speziell gestaltet – ein Blickfang, der an ein Motorrad-Cockpit erinnert. Nun gut, wer es mag. Er ist direkt an der Lenksäule befestigt und liefert wichtige Informationen in kompakter, aber nicht ganz übersichtlicher Anordnung. Der analoge Tachometer wird zusätzlich von einem digitalen Geschwindigkeitsmesser unterstützt, wie man es vom Motorrad kennt.

Der US-Hersteller überlässt die Entscheidung seinem Kunden, ob er für den Spark die elektronische Stabilitätskontrolle (ESP) ordert oder nicht. Wir meinen für den moderaten Aufpreis von 300 Euro muss das Sicherheitsplus unbedingt an Bord sein. Zur Fahrsicherheit des kleinen Chevy soll auch die elektronische Brems- und Traktionskontrolle mit ABS-Funktionen beitragen. Zum Schutz der Insassen ist der Spark mit Fahrer-/Beifahrer-Airbags, Seitenfenster-Airbags und im Sitz integrierte Airbags für Brust und Bauch sowie Gurtstraffer ausgerüstet. Zudem gibt es ein Einzugsystem für die Pedale, die das Pedalgehäuse im Falle eines Frontalaufpralls von den Fahrzeuginsassen wegzieht.

Der Spark wird in diesem Jahr die einzige Neuheit innerhalb der Modellpalette sein. „Aber für 2011 können wir schon heute ein Feuerwerk an neuen Modellen ankündigen“, sagte Markus Leithe, Geschäftsführer der Chevrolet Deutschland GmbH, anlässlich der Präsentation des Spark. Da wundert es nicht, dass die Marke mittelfristig ihren Marktanteil in Deutschland verdoppeln will. „Wir werden das Ende der Ex-Daewoo Übergangsprodukte Ende 2010 erleben und dann nur noch echte Chevrolets anbieten“, versicherte Leithe. „Attraktive Fahrzeuge zu einem attraktiven Preis und keine Billigschnäpppchen mehr.“

Dass Chevrolet seinen Absatz in Europa, seit dem Relaunch in 2004, jedes Jahr steigern konnte, ist kein Zufall. „Die Wirtschaftskrise hat dazu geführt, dass sich viele Verbraucher ernsthaft darüber Gedanken machen, wie sie ihr hart verdientes Geld ausgeben möchten. „Warum mehr bezahlen", sagen sie, „wenn sie so viel Auto für so wenig Geld haben können?" Unsere Verkaufsergebnisse sprechen für sich“, erklärt Wayne Brannon, Präsident und Managing Director von Chevrolet Europe. (auto-reporter.net/Peter Hartmann)

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