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Auto-News & Auto-Tests: Jeep

Freitag, 11. August 2006 SRT8-Power für Chrysler 300 C und Jeep Grand Cherokee

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Die C 300-Limousine beschleunigt in 5,4 Sekunden auf 100 km/h.Die C 300-Limousine beschleunigt in 5,4 Sekunden auf 100 km/h.

Hochleistung auf Amerikanisch bedeutet haufenweise PS unter der Haube, mindestens acht Zylinder und einen Motorsound, der jubelnd über die Highways schallt. Im neuen Chrysler 300C SRT8 und im Jeep Grand Cherokee SRT8 kommt nun eben solch ein Aggregat zum Einsatz. Die neuen Sportversionen des Oberklässler sowie des Geländewagens bringen aus 6,1 Litern Hubraum jeweils deutlich über 400 PS auf die Strasse - unter betörendem Grollen und Blubbern. Im Jeep kostet die Hochleistung 63'900 Euro, die Schwestermarke Chrysler verlangt für die Limousinenversion des 300C 53'400 Euro, der Kombi schlägt mit 55'800 Euro zu Buche.

Chrysler 300 C SRT-8: Die Limousine und der Kombi sind mit 265 km/h in der Spitze 20 km/h schneller als der gleich motorisierte Jeep Grand Cherokee,
Chrysler 300 C SRT-8: Die Limousine und der Kombi sind mit 265 km/h in der Spitze 20 km/h schneller als der gleich motorisierte Jeep Grand Cherokee,
Chrysler: Innen herrscht ebenfalls die sportliche Note vor. Schlichte und klar gezeichnete Rundinstrumente lassen sich rasch ablesen.
Chrysler: Innen herrscht ebenfalls die sportliche Note vor. Schlichte und klar gezeichnete Rundinstrumente lassen sich rasch ablesen.
Der schnellste Jeep aller Zeiten beschleunigt in 5,1 Sekunden auf 100 km/h.
Der schnellste Jeep aller Zeiten beschleunigt in 5,1 Sekunden auf 100 km/h.
Beim stärksten Jeep sind die Retuschen sichtbarer. Er wirkt deutlich aggressiver als seine zivilere Variante.
Beim stärksten Jeep sind die Retuschen sichtbarer. Er wirkt deutlich aggressiver als seine zivilere Variante.
Jeep: Ergonomisches Cockpit. Den Vorteil der höheren Sitzposition und damit des leichten Einsteigens verschenkt der Jeep leider durch zu kleine Türen, die Grossgewachse beim Einsteigen zu einer Verbeugung zwingen.
Jeep: Ergonomisches Cockpit. Den Vorteil der höheren Sitzposition und damit des leichten Einsteigens verschenkt der Jeep leider durch zu kleine Türen, die Grossgewachse beim Einsteigen zu einer Verbeugung zwingen.
 

Der kräftige Antritt ist die Domäne des bulligen Chrysler 300C mit seinem 430 PS starken V8. Der knapp zwei Tonnen schwere Kombi sprintet mit der serienmässigen Fünfgangautomatik in fünf Sekunden auf Tempo 100 - eine Zeit, die auch einem Sportwagen gut zu Gesicht stehen würde. Doch ein richtiger Flitzer will der in Graz gebaute Amerikaner nicht sein: Der grösste Chrysler bleibt ein Reisekombi. Trotz seines um 1,3 Zentimeter tiefer gelegten Fahrwerks und der härteren Dämpferabstimmung liegt der Fokus des Hecktrieblers weiterhin eher auf Fahrkomfort als auf Sportlichkeit. Die recht weiche Lenkung lässt ebenfalls kein Rennfeeling aufkommen.
Dafür bietet der fünf Meter lange Fünftürer Alltagstauglichkeit. Auf der Rückbank finden auch drei Passagiere genügend Platz. Der Kofferraum fasst 630 Liter, bei umgeklappter Rückbank sind es 1600 Liter. Serienmässig sorgen Klimaanlage, Tempomat, Sechsfach-CD-Wechsler sowie ein elektrisch in alle Richtungen verstellbare Lenkrad für Komfort. Die bequemen Sportledersitze verfügen über Lendenwirbelstützen für Fahrer und Beifahrer.
Auch äusserlich setzt die Sportversion auf Gediegenheit. Die 90 Mehr-PS gegenüber der stärksten Standard-Version finden sich optisch lediglich in kleinen Spoilern an Front und Heck sowie dem verchromten Endrohr wieder. Im Innenraum bleibt bis auf das neue Lederlenkrad und den weiss hinterlegten Tacho alles beim Alten. Dafür fällt der Aufpreis für die Sportversion mit 7000 Euro recht gering aus. Der Preis von knapp 54'000 Euro liegt zudem deutlich unter denen der Wettbewerber vom Schlage eines Audi S6 und BMW M5.
Eher grotesk und übermotorisiert mutet im Vergleich der Jeep Grand Cherokee in der 426 PS starken SRT-Version an. Der allradgetriebene Geländewagen presst den Fahrer beim Gasgeben richtiggehend brutal in die Sitze. Auf der für die erste Testfahrt zur Verfügung gestellten Rennstrecke grollte der Bariton des Hochleistungstriebwerks, als würde es den 2,2-Tonner durch die Schallmauer jagen wollen. 245 km/h Spitzentempo sind theoretisch möglich. Doch vor Kurven sollte der 1,70 Meter hohe Offroader tunlichst ordentlich runter gebremst werden: Sonst droht in der wankenden Fahrgastzelle die Seekrankheit. Da hilft auch das gegenüber der Standardversion um 2,5 Zentimeter tiefer gelegte Fahrwerk nicht viel. Den Verbrauch des Sechs-Liter-Motors gibt Chrysler mit optimistischen 13,1 Litern an. Ein Wert, den allerdings wohl nur ein ganz vorsichtiger Gasfuss erreichen kann.
Die Offroad-Qualitäten des Jeep allerdings muss durch die neue Sportlichkeit einige Abstriche hinnehmen: An Bodenfreiheit stehen nur noch knapp 18 Zentimeter zur Verfügung, auf Sperrdifferenziale und Geländeuntersetzung wurde aus Gewichts- und Kostengründen verzichtet. Man kann eben nicht alles haben.

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