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Montag, 26. Juli 2010 Mercedes S 63 AMG: Weniger kann manchmal mehr sein

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Der neue S 63 AMG startet im September. Angeboten in zwei Leistungsstufen, wurde sein Verbrauch um 25 Prozent gesenkt. Begnügen soll er sich mit 10,5 Litern; rund vier Liter weniger als sein Vorgänger! Foto: Mercedes-AMG/auto-reporter.netDer neue S 63 AMG startet im September. Angeboten in zwei Leistungsstufen, wurde sein Verbrauch um 25 Prozent gesenkt. Begnügen soll er sich mit 10,5 Litern; rund vier Liter weniger als sein Vorgänger! Foto: Mercedes-AMG/auto-reporter.net

Die High Performance Marke von Mercedes-Benz macht ernst und ist auf dem besten Wege, sein Versprechen, das auf dem Genfer Autosalon im März 2008 abgegeben worden ist, einzulösen: Mercedes-AMG wird den CO2-Ausstoß der gesamten AMG-Fahrzeugflotte bis zum Jahr 2012 um 30 Prozent reduzieren. Und damit nicht genug: „Bis 2015 peilen wir eine weitere deutliche Reduktion der CO2-Emissionen an. In Summe sind nochmals 20 Prozent erreichbar. Und das, wie ich betonen möchte, ohne Verzicht auf Fahrspaß“, sagte Kai Marten, Geschäftsführer AMG Operations der Mercedes-AMG GmbH, während der Vorstellung des neuen S 63 AMG. Die Limousine ist ein typisches Produkt der Strategie „AMG Performance 2015“. Sie soll für die perfekte Synthese aus dynamischer Kraftentfaltung und höchster Effizienz stehen.

 

Der neue von Mercedes-AMG entwickelte V8 Biturbo leistet in der Standardausführung 544 PS (400 kW) und mit Performance Package 571 PS (420 kW). Beim S 63 AMG, den es erstmals in zwei Leistungsstufen gibt, greift die Strategie: „Wir haben den Verbrauch um 25 Prozent gesenkt“, versichert Marten. Diese S-Klasse aus der Manufaktur von AMG soll mit einem Verbrauch von 10,5 Litern pro 100 Kilometer auskommen; rund vier Liter weniger als beim Vorgänger, und das bei verbesserten Fahrleistungen. Das Rezept für die Verbrauchssenkung und die geringere CO2-Emission bei gleichzeitig mehr Leistung und Drehmoment: die Senkung des Hubraums von 6,2-Liter auf 5,5 Liter, die Verwendung der Benzin-Direkteinspritzung und Einsatz der Biturbo-Aufladung.

Dagegen ist der V8 geblieben – nur eben ein ganz neuer, der mit dem V8-Vorgänger und seinem Hochdrehzahlkonzept nichts mehr zu tun hat. AMG hat an der Typenbezeichnung „63“ festgehalten, die ist ja schon Tradition. Doch auch die „55“ hat eine Vergangenheit – hier in Verbindung mit der Kompressor-Aufladung, die ist aber nach Meinung von AMG nicht mehr zeitgemäß, um den Verbrauch zu senken. Hauptabsatzmarkt der S-Klasse mit dem dezenten AMG-Label am Heck und den vielen PS unter der Motorhaube sind die USA. Verständlich, dass der neue S 63 AMG die Anforderungen der strengen Emissionswerte-Vorgaben erfüllen muss. „In Amerika liegen wir klar unter den Verbrauchslimits für die sogenannte ‚Gas Guzzler Tax’. Deshalb bleibt der neue S 63 AMG von dieser US-Sondersteuer für verbrauchsintensive Fahrzeuge verschont“, erläutert Martens.

Der perfekte Leistungscharakter des neuen V8 Biturbo wird durch die Zusammenarbeit mit dem AMG Speedshift MCT 7-Gang-Sportgetriebe in der S-Klasse unterstrichen. Bei diesem Getriebe, das auch im SL 63 und E 63 eingebaut ist, ersetzt eine nasse Anfahrkupplung den herkömmlichen Drehmomentwandler und hilft, Kraftstoff zu sparen. Der S 63 AMG ist serienmäßig mit einer Stopp-Start-Funktion ausgestattet. Dieses System ist im Getriebeprogramm Controlled Efficiency aktiv und schaltet den Achtzylinder bei Fahrzeugstillstand ab – in „C“ fährt der S 63 AMG stets im zweiten Gang an und schaltet frühzeitig hoch.

Der S 63 AMG, er kommt im September auf den Markt, kostet 143.752 Euro. Mit dem auf 3.165 Millimeter verlängerten Radstand (+130 mm) steht die AMG-Limousine mit 151.368 Euro in der Liste. Das Performace Package ist für 9.401 Euro zu haben. Hierfür gibt es neben den zusätzlichen PS spezielle 20-Zoll-Schmiederäder, ein Lenkrad mit Alcantara-Einsätzen im Griffbereich und Zierelemente in Klavierlack. Und wer möchte, bekommt auch die Höchstgeschwindigkeit auf 300 km/h angehoben – manchmal ist weniger eben mehr. (auto-reporter.net/Peter Hartmann)


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