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Motorsport: Le Mans Series

Mittwoch, 16. Juni 2010 Jeff Koons zu Le Mans: „Rennwagen wie Gladiatoren.“

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2010 Le Mans (FR), Andy Priaulx (GB), Dirk Müller (DE), Dirk Werner (DE), No 79, Team BMW Motorsport, BMW M3 GT2 Art Car designed by Jeff Koons.2010 Le Mans (FR), Andy Priaulx (GB), Dirk Müller (DE), Dirk Werner (DE), No 79, Team BMW Motorsport, BMW M3 GT2 Art Car designed by Jeff Koons.

Bei der 78. Auflage des 24-Stunden-Rennens von Le Mans (FR) ließ BMW die Tradition wieder aufleben, mit einem kunstvoll gestalteten Art Car an den Start zu gehen. Das Werk des amerikanischen Künstlers Jeff Koons, das BMW M3 GT2 Art Car, zog viel Aufmerksamkeit auf sich.

 

Während der BMW M3 GT2 mit der Startnummer 78 und den Fahrern Jörg Müller (DE), Augusto Farfus (BR) und Uwe Alzen (DE) den sechsten Platz in der LM GT2-Klasse belegte, konnte das BMW Art Car, pilotiert von Dirk Werner (DE), Dirk Müller (DE) und Andy Priaulx (GB), das Rennen nicht beenden. Koons’ Fazit nach dem Langstreckenklassiker auf dem „Circuit de la Sarthe“ fällt dennoch positiv aus, wie er im Interview verrät.

Herr Koons, unglücklicherweise sind die 24 Stunden von Le Mans für das BMW Art Car nicht nach Plan verlaufen. Hat es Ihnen dennoch Spaß gemacht, dabei gewesen zu sein?

Jeff Koons: „Dieses Rennen war eine sehr intensive Erfahrung für mich. Es ist beeindruckend, die Hingabe aller Beteiligten zu sehen. Die Fans schlafen in Zelten und bleiben über 24 Stunden wach, um diese Veranstaltung zu feiern. Das bewegt mich sehr. Denn ich habe verstanden, was es für all die Menschen bedeutet, hier zu sein. Es ist unglücklich, dass das BMW M3 GT2 Art Car vorzeitig ausgeschieden ist. Aber das gehört zum Rennsport dazu.“

Fühlen Sie nun mit dem Team, das Sie in den vergangenen Monaten sehr genau kennengelernt haben?

Koons: „Ja, am liebsten hätte ich das Team natürlich siegen gesehen, aber es sollte einfach nicht sein. Ich weiß, wie fokussiert die Mannschaft arbeitet und wie viel Präzision und Sorgfalt sie dabei aufwendet. Ich würde dem Auto sehr gerne eine weitere Chance geben und es noch einmal antreten sehen.“

Leistung und Dynamik sind zwei Schlüsselbegriffe im Motorsport. Tauchen sie auch in der Sphäre der zeitgenössischen Kunst auf?

Koons: „Ja, es gibt viele Parallelen. Alles ist eine Metapher für das menschliche Leben. Wir bauen Maschinen, die metaphorisch für unsere eigenen Körper sind. Diese Rennwagen sind wie Gladiatoren. Sie treten auf der Rennstrecke kraftvoll und durchsetzungsstark auf.”

Das BMW M3 GT2 Art Car hat sich auf der Strecke dem direkten Kampf mit anderen Autos gestellt. War es eine neue Erfahrung für Sie, Ihre Kunst dem Risiko einer Beschädigung auszusetzen?

Koons: „Das war wirklich interessant für mich und gehört ganz sicher dazu. Dieses Projekt war für mich etwas Besonderes und die Arbeit daran hat mich an die Menschheitsgeschichte erinnert. Eine Geschichte, der man am meisten vertraut, ist beinahe eine menschliche Erzählung, gewissermaßen unser Erbgut. Vom Anbeginn der Zeit bis zum heutigen Tag. Hier erleben die Menschen, dass sich das Leben nicht so sehr durch seine physische Form ausdrückt, sondern durch die Eindrücke, die dadurch in den Menschen erzeugt werden.“

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