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Freitag, 10. September 2010 Audi A1 e-tron startet in der Modellregion München

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Sukzessive sollen 20 Audi A1 e-tron auf die Straßen kommen Sukzessive sollen 20 Audi A1 e-tron auf die Straßen kommen

Die Projektpartner Audi, E.ON, Stadtwerke München (SWM) und Technische Universität München (TUM) haben heute den Startschuss für einen Flottenversuch mit Elektroautos in der Modellregion München gegeben. Sukzessive sollen bis Mitte nächsten Jahres 20 Audi A1 e-tron in der Region auf die Straße kommen sowie rund 200 neue Ladestationen errichtet werden. Das Projekt läuft im Rahmen der vom Bundesverkehrsministerium unterstützten „Modellregion Elektromobilität München“ unter dem Namen „eflott“. Es wird sich unter anderem mit der Datenübertragung zwischen Fahrer, Auto und Stromtankstelle bis hin zum Stromnetz beschäftigen. Dabei wird beispielsweise der Einsatz von Smartphones als zentrale Schnittstelle für den Fahrer getestet.


 

Der A1 e-tron ist ein innovatives Mega City Vehicle (MCV) mit Elektroantrieb. Seine Reichweite im Stadtverkehr beträgt über 50 Kilometer. Er verfügt über eine Spitzenleistung von 75 kW (102 PS). Ist die Energie der Batterie erschöpft, lädt ein kompakter Verbrennungsmotor die Batterie nach. Die Spitzengeschwindigkeit liegt bei über 130 km/h. Auf den ersten 50 Kilometern Fahrstrecke, etwa im Großstadtverkehr, ist das kompakte MCV emissionsfrei unterwegs. Als Batterie fungiert ein Paket aus Lithium-Ionen-Modulen, das vor der Hinterachse in der Bodengruppe liegt.

In Ausnahmefällen erhöht ein kompakter Einscheiben-Wankelmotor in diesem seriennahen Modell die Reichweite. Dieser sogenannte Range Extender betreibt einen Generator, der 15 kW Ladeleistung erzeugt. Wenn er die Batterie nachlädt, erzielt der A1 e-tron eine zusätzliche Reichweite von 200 Kilometer. Nach dem Entwurf für die Normung zur Ermittlung des Verbrauchs für Range Extender-Fahrzeuge ergibt sich ein Kraftstoffverbrauch von 1,9 l/100 km – ein CO2-Äquivalent von nur 45 g/km.

E.ON und SWM installieren die notwendige Lade-Infrastruktur, E.ON vorwiegend im Umland, die SWM in der bayerischen Landeshauptstadt. Insgesamt errichten die beiden Energieversorger in verschiedenen Projekten zunächst jeweils 100 „Stromtankstellen“. Alle Ladestationen werden mit Strom gespeist, der aus erneuerbaren Energien gewonnen wird.

Die TU München erfasst und evaluiert das Mobilitätsverhalten in der Projektlaufzeit umfassend: Wie stark und in welchen Situationen wird ein Elektroauto genutzt? Und welchen Einfluss hat dieses Angebot auf die Nutzung anderer Verkehrsmittel? Zur Klärung dieser Fragen hat
der Lehrstuhl für Fahrzeugtechnik eine mobile Anwendung entwickelt, die alle Teilnehmer des Flottenversuchs auf einem Smartphone bekommen. Das Gerät soll ihr gesamtes Mobilitätsverhalten aufzeichnen – vom Fahrrad über E-Auto und Pkw bis zu Bus und Bahn. Damit die Teilnehmer das Smartphone auch dauerhaft nutzen, sorgt der Lehrstuhl für Ergonomie für eine komfortable und nachhaltig motivierende Gestaltung der Anwendung. Parallel erstellt der Lehrstuhl für Marketing eine Studie, die aufdecken soll, welche Abrechnungsmodelle für den durch E-Mobility verbrauchten Strom auf die größte Kundenakzeptanz stoßen.

Der Flottenversuch wird vom Bundesministerium für Verkehr im Rahmen eines Förderprojektes unterstützt. „Elektromobilität ist keine abstrakte Technologiefrage. Im Kern geht es darum, wie das Verkehrssystem der Zukunft aussehen soll. Deshalb fördern wir die Elektromobilität in unseren Modellregionen unter Alltagsbedingungen - ein großer Praxistest sozusagen. Durch Projekte wie dieses sammeln wir wichtige Erkenntnisse, wie die Elektromobilität erfolgreich funktionieren kann. In der Stadt ebenso wie auf dem Land. In der Modellregion München fördern wir die Elektromobilität mit rund 10 Millionen Euro. Dieses Geld ist eine gut angelegte Investition in die Zukunft. Unser Ziel steht fest: Wir wollen Deutschland zum Leitmarkt für Elektromobilität machen und bis 2020 mindestens eine Million Elektrofahrzeuge auf deutsche Straßen bringen“, sagt Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer.

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