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Motorsport: Rallye

Dienstag, 3. Januar 2006 Rallye Dakar 2006: Fahrer haben Europa verlassen

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Volkswagen ist bei der Rallye Dakar 2006 gut im Rennen.Volkswagen ist bei der Rallye Dakar 2006 gut im Rennen.

Auch die 28. Auflage der berühmt-berüchtigten Wüsten-Tour steuert in Marokko und Mauretanien auf eine Vorentscheidung zu. Im Eiltempo hat der Tross der Rallye Dakar Europa verlassen und afrikanischen Boden unter die Räder genommen. Rechnete man zum Jahresbeginn noch in Minutenabständen, zählen nun schon Sekunden.

 

Nach drei Tagesetappen haben die Platzhirsche von Mitsubishi sich erstmals zu Wort gemeldet und der bis dahin führenden Mannschaft von Volkswagen knapp die Führung entrissen. Ganze sechs Sekunden trennen den neuen Spitzenreiter Nani Roma, der die sechstbeste Tagezeit fuhr, von seinem Teamkollegen Hiroshi Masuoka. Bruno Saby liegt als bester VW-Fahrer mit 54 Sekunden an dritter Stelle. Es folgen seine Wolfsburger Wüsten-Kollegen Carlos Sainz mit weiteren zwei und Jutta Kleinschmidt mit drei Sekunden Abstand. Neben den Allradprototypen der beiden Werksvertreter machten auf der gestrigen Etappe die heckgetriebenen Buggys das Tempo. Altmeister Schlesser gewann im blauen Eigenbau die Tageswertung, Robby Gordon fuhr im skurrilen aber leistungsstarken Hummer H3 mit 7 Liter-V8-Heckmotor mit der fünfbesten Zeit auf Gesamtrang acht nach vorne.
Noch strotzen Amateure und Werksteams vor Selbstbewusstsein. Doch bald ist damit Schluss. Denn alljährlich wartet das gleiche Spiel: Die wüste Tour nimmt Fahrt auf und die ersten verabschieden sich. Fünf Teilnehmer strandeten schon vor dem Schifftransfer von Spanien nach Marokko. Kaum in Afrika angekommen, zerbröselten weitere Hoffnungen bei Unfällen.
Auch die 28. Auflage der Marathonfahrten ist unberechenbar. Zahlreichen Tragödien und 49 Todesopfer zeigen die Schattenseite von 27 Dakar-Jahren. Dennoch: Der kollektive Wüsten-Wahn sorgt nicht nur für ein neues Rekordfeld, auch an jungfräulichen Marathon-Debütanten mangelt es kaum. Die Chancen auf eine Zielankunft sind meist gering. Im vergangenen Jahr sahen nur 38 der 98 Motorrad-Fahrer und gar nur 12 von 32 Erststarter im Auto die Zielrampe am Lac Rose vor den Toren Dakar. Diesmal sind rund 10 Prozent der 180 Auto-Teams Newcomer. Ein Grossteil davon wird nicht einmal mehr den Ruhetag am kommenden Sonntag erreichen. Denn die heutigen Tagesetappe über satte 639 Kilometer, davon 386 km in Wertung, ist nur der Auftakt für die kommende Wüsten-Tourtour durch Mauretanien.
Mehr oder weniger viel haben sich dafür die deutschen Teilnehmer vorgenommen. Während es der Gesamtfünften Jutta Kleinschmidt nicht schwer genug sein kann, um im VW Race Touareg möglichst an die Podiumsplatzierung aus dem Vorjahr oder gleich an ihren Sieg von 2001 anzuknüpfen, backen andere kleinere Brötchen. Der im Hinterfeld gestartete Matthias Kahle liegt im privaten Honda-Buggy nach tollem Beginn auf dem hervorragenden 20. Gesamtrang und hat "nichts dagegen, wenn es weiter so gut nach vorne geht". Anders die ehemalige DTM-Pilotin Ellen Lohr, die in einer von Mercedes Benz unterstützten Prototypen-M-Klasse antritt: "Die Pisten in Europa waren nicht mein Ding. Als Rundstreckenfahrer kann ich einfach nicht so dicht an Zuschauern oder tiefen Abgründen vorbei rasen." Beeindruckt vom angeschlagenen Wettbewerbstempo der Marathonelite hat die 40-Jährige, die zur Zeit laut Auto-Reporter auf dem 67. von 166 Plätzen rangiert, ihr Ziel etwas korrigiert: "Für uns gilt es in diesem Jahr anzukommen. Sollten wir dies schaffen, bin ich zufrieden - egal ob ich es schlussendlich in die Top 20 schaffe oder nicht." Ein Ergebnis mit dem nicht nur Ellen Lohr leben könnte. Der Österreicher Raphael Sperrer im 2drive-Renault-Buggy findet sich nach Problemen vorerst auf Rang 100 wieder. Auch für ihn gehen die Strapazen nun erst richtig los ...

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