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Mittwoch, 28. März 2007 Tipps für die Fahrt mit dem Anhänger

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Hier sind einige Tipps für den richtigen und sicheren Einsatz des Hängers.

 

Für Gartenabfälle, Grosseinkäufe, ein paar Stühle oder das Arbeitsmaterial für den Handwerker tut es ein einfacher kleiner Einachs-Anhänger, zugelassen für ein Gesamtgewicht von 600 bis 750 Kilogramm. Solche Anhänger haben keine eigene Bremse und werden vom Pkw mitgebremst. Für den Transport über kurze Strecken reichen sie völlig aus. Höher werden die Ansprüche an einen Anhänger mit zunehmendem Gewicht des transportierten Materials, aber auch mit weiteren Strecken. Ein gebremster Ein- und Tandemachsanhänger - mit grossen Rädern und hydraulischen Stossdämpfern ausgestattet - kann zwischen 750 und 1500 Kilogramm transportieren.
Grundsätzlich gilt: Der Anhänger darf nicht schwerer als der Pkw sein. Nur bei Geländewagen liegt der Fall etwas anders. Hier darf der Hänger um die Hälfte schwerer sein als das Zugfahrzeug. Die exakt zulässige Anhängerlast ist im Fahrzeugschein vermerkt und diese Angabe hat im Zweifel auch Vorrang vor gesetzlichen Vorgaben. Anhänger ohne Bremse müssen deutlich leichter sein als ihre grösseren Kollegen: 750 Kilogramm sind die Grenze. Achtung: Hohe Geschwindigkeiten oder scharfe Lenkmanöver bringen jeden Anhänger leicht ins Schlingern. Inzwischen gibt es einige Autobauer, deren Fahrzeuge über eine Gespannstabilisierung verfügen. Dabei wird der aufschaukelnde Anhänger durch gezielten Bremseingriff am Zugfahrzeug über das ESP stabilisiert. Wer oft einen Anhänger zieht, sollte diese sinnvolle Investition nicht scheuen.
Das Rückwärtsfahren ist eine Wissenschaft für sich und sollte am besten geübt werden. Der Anhänger fährt nämlich immer in die Gegenrichtung zum Lenkeinschlag.
Ein Fahrzeug mit einem Anhänger zu steuern ist nicht ganz einfach. Der Gesetzgeber in Deutschland hat daher die Auswahl der mit Standard-Führerschein zu ziehenden Anhänger begrenzt. Das heisst, wenn ein Auto einen 1000-Kilo-Anhänger ziehen darf, muss das lange noch nicht für den Fahrer gelten. Wer den gängigen Führerschein Klasse B besitzt, darf zwar ein Fahrzeug bis zu 3,5 Tonnen steuern, aber nicht jeden dafür zugelassenen Anhänger. 750 Kilogramm Gesamtgewicht ist hier die Obergrenze für den Hänger. Ist er schwerer, darf er zumindest das Leergewicht des Zugfahrzeugs nicht übersteigen. Auto und Anhänger zusammen dürfen nicht mehr als 3,5 Tonnen auf die Waage bringen. Ohne Probleme fährt allerdings, wer noch den alten Führerschein Klasse 3 besitzt: Er darf Anhänger bis zu 3,5 Tonnen lenken - wenn auch die restlichen Voraussetzungen erfüllt sind.
Bei plötzlichen Bremsmanövern kann sogar ein leichter Plastikstuhl zu einem gefährlichen Geschoss werden. Schwere Teile in die Mitte des Anhängers auf der Achse platzieren und festzurren. Leerräume ringsherum ausfüllen. Leichtes und kleinteiliges Ladegut sollte durch Netze oder Planen gesichert werden. Stimmt die Stützlast? Hinter dem kompliziert klingenden Begriff verbirgt sich ein einfaches Prinzip. Zugfahrzeug und Anhänger müssen im beladenen Zustand eine gerade Linie bilden. Zeigt die Anhängevorrichtung einen Knick nach oben oder unten, kann das Gespann leichter ins Schleudern kommen. Ganz konkret ist vorgeschrieben: Der Anhänger muss mit mindestens vier Prozent seines Gewichts auf die Kupplung drücken; aber nicht mit mehr als 25 Kilogramm. Ansonsten umschichten. Schwere Gegenstände immer auf Achshöhe lagern. Beim Ankuppeln Lichtkabel für die Beleuchtung des Anhängers und bei gebremsten Hängern das Abreissseil nicht vergessen.
Grundsätzlich ist Tempo 80 für Gespanne vorgeschrieben. Wer mit Anhänger schneller fahren will, kann sich das genehmigen lassen. Notwendig ist laut Auto-Reporter eine Tempo 100-Plakette, die es aber nur gibt, wenn das Auto mit ABS ausgestattet ist, die Reifen am Anhänger für Tempo 120 ausgelegt und jünger als sechs Jahre sind.

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